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    Skiclub Yburg e.V unterwegs auf dem Ulmer Panoramaweg

    22.10.2026

    Die Wetterprognosen zeigten sich nicht unbedingt wanderfreundlich. Denn Bewölkung mit Schauerrisiko und vereinzelt ein paar Sonnenstrahlen bei Temperaturen um die 15 Grad, waren zwar nicht stark motivierend, trotzdem freute man sich auf interessante Begegnungen. Um so erstaunlicher war es, als 22 gut ausgerüstete Wanderwillige pünktlich am Treffpunkt Waldparkplatz sich zur Wanderung startklar machten. Die Stimmung war gut und so konnte nach der Begrüßung unser Wanderguide Gabrielle Lenhardt die Tourstrecke vorstellen.

    Ein letzter kritischer Blick zum Wolkenhimmel und die damit verbundene Frage, ob das Wetter wohl halten würde, konnte nicht beantwortet werden.

    Mit mittlerem Wandertempo marschierten wir ein kleines Stück des Waldparkplatzes, dann bogen wir rechts auf einen steil ansteigenden, schmalen Pfad, dem Ortenauer-Weinschleifen-Pfad, in den Wald hinein. Der kalte, frische Zugwind im Wald überraschte uns und wurde durch die Anstrengung des Aufstieges bald als angenehm empfunden. In mehreren Windungen zog sich dieser Pfad nach oben und überquerte dabei zwei Forstwege. Nach etwa 100 Höhenmeter hatten wir den ersten Aufstieg geschafft. Auf dem Bergkamm ging es nur noch leicht bergauf, bis wir zu einem größeren Picknickplatz der Kusseichhütte, einer Schutzhütte, kamen. Hier eröffnete sich eine interessante Fernsicht auf Dörfer wie Reiersbach, Haslach, Tiergarten und weiter nördlich Ulm und Renchen. Ganz in der Ferne konnte man, mit Wolken umgarnt, das Strasburger Münster und weiter die Vogesen-Silhouette erkennen. Was für eine Aussicht!

    Unser Weg führte nach Süden, abwärts am Waldrand entlang, bis zu einem zentralen Kreuzungspunkt, an dem mehrere Forstwege zusammenliefen. Wir bogen rechts in den Ulmer Panoramaweg ein. Im Wald stiegen wir aufwärts bis zum Grimmelshausen Rundweg und folgten diesem, passierten danach die Waldköpfelhütte, bis zum höchsten Punkt (380 Hm.ü.NN.) der Tour. Der Weg führte weiter abwärts in nördlicher Richtung und führte, bei dem Wegweiser Standort Langhalte, aus dem Wald. Gepflegte Weinberge und Obstplantagen säumten unseren Weg, bis wir an einer Wegegabel links in den Sagenrundweg Kutzenstein einbogen. Dieser führte schnurstracks in den Wald und nach wenigen Metern sahen wir rechts den Kutzenstein, ein Warzenfelsen aus Achertal Granit, der bei der Eiszeit vom Gletscher vor mehr als 500000 Jahren von Skandinavien hierhergetragen wurde. Eine Schautafel am Wegesrand berichtete von uralten Mythen und spannenden Legenden, die sich um diesen besonderen Stein scharten.

    Nach kurzem Verweilen kehrten wir auf den Achertaler Heimatpfad zurück und liefen am Waldrand entlang. Wieder bewunderten wir die Aussicht auf die Weinberge. Wir kamen in einer leichten Rechtskurve zu einem Picknickplatz mit Sitzgelegenheit und Schutzhütte. Ideal für eine Rast.

    Der Blick zum Himmel ließ nichts Gutes erahnen. Eine mächtige, schwarze Wolke machte sich über uns breit. Gestärkt und die Regenjacke griffbereit, marschierten wir los. Kaum war man 100 m gegangen, gingen die ersten Regentropfen auf uns nieder. Die Regenschirme wurden aufgespannt, die Regenjacke übergezogen und weiter ging es. Keine 5 Minuten dauerte der erste Schauer, dann war das Spektakel auch schon vorbei. Am Waldrand entlang bot sich alsdann eine herrliche Aussicht über Weinberge, Waldulm und Schwarzwald. Wir bogen nach links in eine Spitzkehre und folgten dem Adolf-Kohler-Weg durch den Wald. Zum Teil ging es steil aufwärts, dann wieder abwärts, zwischendurch überquerten wir zwei Forstwege und gelangten zu einer weiteren Kreuzung. Unser Weg führte nun nach links auf den Bildstöckel-Platz-Kreuztanne und zurück auf den Panoramaweg. An der nächsten Kreuzung bogen wir rechts in den Achtertäler Heimatpfad. Erneut fielen Regentropfen. Aber so wie beim ersten Regenschauer endete auch der zweite Regenschauer. Nach einigen Metern bogen wir rechts auf einen Pfad und folgten diesem bergab bis zu einer T-Kreuzung. Links ging es weiter aus dem Wald heraus. Am Waldrand entlang waren einzigartige Fernsichten bis tief ins Rheintal zu den Vogesen möglich. Man verweilte, genoss die herrliche Aussicht und rätselte über weit entfernte Orte im Rheintal. Erneut tauchte der Weg in den Wald ein und gab wenig später einen weiteren Blick ins Rheintal frei. Vor uns lag noch ein Anstieg, der bewältigt werden musste, bevor, nach einer weiteren Kreuzung, rechts der Abstieg zum Ausgangspunkt führte.

    „Es war ein bemerkenswerter Tag, eine wunderschöne Wanderung mit Wetterkapriolen, interessante Fernsichten und wunderschöne, abwechslungsreiche Landschaften“, so Otmar Ganninger, der im Auftrag des Skiclub Yburg Gabrielle Lenhard und Norbert Mann für ihr Engagement dankte.

    Der Tag endete mit dem Abschluss im Bauhöfers Braustübel.

    Insgesamt wurden bei der Tour 13 km und 320 Höhenmeter in 4 Stunden bewältigt.

    Weitere Informationen bei Otmar Ganninger Tel. 07223 959623.


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